Die Masoala-Halle im Zürich Zoo begeistert. Noch viel imposanter ist das Original – der Nationalpark Masoala in Madagaskar. Danebst gibt es auf dem Inselstaat im indischen Ozean noch ganz viel zu entdecken und zu erleben.

Die viertgrösste Insel der Welt ist ein tropisches Naturparadies mit vielen Gesichtern. Die Perle des indischen Ozeans ist eine gewaltige Landfläche mit Urwäldern, Steppen, Wüsten,  und Bergregionen. Das zentrale Madagaskar ist eine Hochebene mit durchschnittlichen Höhen von 1100 Metern. Es fällt nach Osten schroff und steil ab, während der Anstieg im Westen sanfter ausfällt. Das Plateau gipfelt im Maromokotro, dem mit 2876 Meter höchsten Berg der Insel.

Mangrovenwälder und Palmenstrände prägen die Küsten. Die Fauna und Flora dieses zum Teil unberührten Naturparadieses ist in mehr als 50 Nationalparks geschützt. Einige Landschaftszonen wie Tsingy von Bemaraha oder die Nationalparks des Ostens hat die Unesco als Weltnaturerbe unter besonderen Schutz gestellt.

Madagaskar

Eigenständige Natur

Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren vom indischen Subkontinent getrennt. Durch diese isolierte Entwicklung ist eine sehr eigenständige Natur entstanden. Es gibt nur wenige Arten von Raubtieren, Affen und Giftschlangen fehlen gänzlich. Demgegenüber gibt es andere Tiergruppen wie die pelzigen Lemuren, die nur in Madagaskar leben.

Madagaskar ist eines der am wenigsten besuchten Länder der Welt. Nicht Luxus, sondern Abenteuer und unberührte Natur stehen hier im Vordergrund; auch die Strassenverhältnisse können nach heftigen Regengüssen zu einer Herausforderung werden. Erschwerend für Individualreisende ist die Sprache: Madagaskar ist zwar eine ehemalige französische Kolonie und französisch gilt neben Malagasy als Amtssprache. Trotzdem spricht nur rund ein Prozent der rund 22 Millionen Madagassen diese Sprache. Ein paar Brocken französisch sind aber allemal hilfreich.

Madagaskar

Optimal mit lokalem Veranstalter

Einige wenige Reiseveranstalter bieten Individual- und Kleingruppenreisen in deutscher Sprache an. Auf diese Art lassen sich Land und Leute unbeschwert kennen lernen. Einer von ihnen ist Exelans Tourism, ein madagassischer Reiseveranstalter.

Ausgangspunkt für eine Reise durch Madagaskar ist Antananarivo, die Hauptstadt des Inselstaates. Mit knapp zwei Millionen Einwohnern ist sie die einzige Millionenstadt, insgesamt leben auf Madagaskar rund 22 Millionen Menschen. Wer nach Madagaskar reist, macht dies aber kaum der Hauptstadt wegen. Bereits vor den Toren von «Tana», wie die Metropole umgangsprachlich genannt wird, zeigt sich mit dem attraktiven Hochland die wahre Schönheit. Nur rund drei Fahrtstunden Richtung Osten, im Mantadia National Park und der Region, zieht die üppige Tierwelt ihre Besucher in ihren Bann: Unter dem üppigen Blätterdach des Urwaldes haben Chamäleons, Schmetterlinge, Frösche sowie die putzigen Lemuren und unzählige weitere Tiere ihre Heimat. Mit etwas Glück begegnet man sogar den seltenen Diadem-Sifaka, den schwarz-weissen Vari und den grauen Maki.

Kalksteine ragen in den Himmel

Ein ganz anderes Schauspiel bietet sich im Westen der Insel, in der Provinz Mahajanga. Kalksteinformationen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha bilden hier einen steinernen Wald. Bis zu 130 Meter ragen die messerscharfen Säulen bis zu 130 Meter hoch in den Himmel. Auf dem Plateau wechseln sich Wald- und Freiflächen ab. Ein jährlicher Niederschlag von rund 1000 mm führt dazu, dass die Schluchten zu Füssen der Tsingys extrem feucht sind, während auf den Karstflächen savannenartige Bedingungen herrschen. In tieferen Bereichen gibt es Seen und Mangroven.

Auf einer Wanderung in dieser imposanten Landschaft führt ein Weg über Hängebrücken zu den verwitterten Kalksteingebirgen bis hin zum weltberühmten grossen Tsingy.

Handwerkern über die Schulter schauen

In Kontakt mit den Madagassen, ihrer Kultur und ihrem Handwerk kommt man beispielsweise in Antsirabe. Die Thermalstadt wurde im 19. Jahrhundert durch norwegische Missionare gegründet. In einer Rikscha lässt sich die Stadt besichtigen. Interessant ist auch der Besuch einer Edelsteinschleiferei und einer kleinen Zebuhornfabrik, wo man den Handwerksleuten über die Schultern schauen kann. Weiter nördlich erstreckt sich das Hochland mit typischen Dörfern aus Ziegelhäusern, Strassen- und Kunsthandwerksmärkten, Reisfelder und hügeligen Landschaften mit Pinien- und Eukalyptusbäumen.

Wo Regenwald und das Meer geschützt sind

Auf der Halbinsel von Masoala im Nordosten von Madagaskar liegt der 210‘000 Hektaren grosse Masoala Nationalpark. Der Nationalpark schützt nicht nur den noch grössten zusammenhängenden Regenwald Madagaskars sowie Küstenwälder und Mangrovensümpfe sondern an drei Orten auch die Unterwasserwelt im Indischen Ozean mit ihrem Korallen, Fische und auch Wale. Im Regenwald leben zehn verschiedene Lemuren-Arten, zahlreiche Vögel, Chamäleons und andere Reptilien, Tenreks, Fische, Frösche und Schmetterlinge. Ein Waldspaziergang inmitten dieser bunten Tierwelt ist ein betörendes Erlebnis für alle Sinne. Wohl nirgends lassen sich alle diese Eindrücke besser verarbeiten, als bei einem anschliessenden Bad im glasklaren Meer.

Madagaskar

www.exelans-tourism.com

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