Manaus ist der beste Ausgangspunkt für Urwaldaufenthalte und Expeditionen. Ein vielfältiges Angebot an geführten Rucksack- oder Bootstouren steht zum Entdecken der üppigen Vegetation des Regenwalds zur Auswahl.

In Manaus trifft der Reisende auf eine faszinierende und überwältigende Natur, wie sie anderswo auf unserem Planeten wohl nicht mehr zu finden ist. Die Amazonasregion ist ein einmalig schönes Naturparadies inmitten des gewaltigsten Flusssystems der Welt. Der Amazonas fliesst durch den grössten Regenwald der Erde. So breit, dass man manchmal das andere Ufer nicht sehen kann. In seinem Becken fliesst rund ein Fünftel des gesamten Süsswassers der Erde. Der endlose Urwald gilt als Region mit der grössten Artenvielfalt der Welt. Die einmalige Flora und Fauna ist farbenprächtig, bizarr und artenreich. Die Region ist wie ein riesiges Treibhaus der Evolution.

Ökosystem der Welt

Von Manaus aus lässt sich der Amazonas mit seinen Zu- und Nebenflüssen am besten mit einem Boot erkunden. So gewinnt man einen Einblick in dieses einmalige Ökosystem. Naturfreunde und Liebhaber weiter Landschaften kommen in dieser Region Brasiliens voll auf ihre Kosten. Tagelanges Wandern und Tierbeobachtungen gehören hier zu den Highlights. Auf den passionierten Abenteurer warten geführte Touren abseits der ausgetretenen Pfade – zu Fuss, mit dem Boot oder im Jeep. Aktivitäten wie Schwimmen in einem der warmen Flüsse, rauschenden Wasserfälle oder kristallklaren Seen, Sonnenbaden an einsamen weissen Stränden oder Wanderungen durch den Urwald, lassen einen den Alltag vergessen. Mit seinen rund 3‘000 verschiedenen Fischarten ist der Fluss zudem ein Paradies für Angler.

Stadt der Gegensätze

Die Millionenstadt Manaus mitten im Amazonasgebiet ist ein ganz besonderer Ort. Hier kann man am Morgen durch die Regenwälder streifen und abends eine bewegende Oper besuchen. Der Kautschukboom hatte aus dem einstigen Urwalddorf eine reiche Stadt gemacht. Mit dem Ende der goldenen Kautschukära ist der Glanz jedoch verblasst. Heute ist Manaus eine laute und hektische, typisch südamerikanische Metropole, welche ihren Charme erst auf den zweiten Blick offenbart. Nebst spektakulärer Natur bietet die Stadt aber auch Kultur, Kunst und zahlreiche Restaurants. Preiswerte Pensionen (Pousadas), Lodges im Dschungel und Hotels jeder Kategorie erwarten die Gäste.

Manaus überrascht mit einem eleganten Stadtzentrum voller Gegensätze. Neben dem kunstvollen Opernhaus findet man kleine Treffpunkte am Ufer, wo es sich die Einheimischen (Caboclos) und Touristen beim regionalen Gaumenschmaus gut gehen lassen. Man geniesst den Tambaqui Fisch, der in Bananenblättern gebraten wird, oder den Pirarucu, einen grossen Süsswasserfisch, der bis zu zwei Meter lang werden kann.

Brasilien Manaus

Teatro Amazonas

Ein Relikt aus der Zeit des Kautschukbooms
1896 wurde das berühmte Opernhaus im Urwald, das «Teatro Amazonas» eröffnet. Es befindet sich im historischen Stadtkern nahe dem Hafen und ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Es beherrscht den Platz des heiligen Sebastian als Zeuge einer glanzvollen Epoche, als Manaus einen Vergleich mit europäischen Metropolen nicht zu scheuen brauchte. Die Oper wurde durch Einnahmen des Kautschukbooms finanziert und aus feinsten Baumaterialien errichtet. Bis heute finden im Teatro Amazonas, welches jetzt unter Denkmalschutz steht, Opern- und Theaterveranstaltungen statt.

Brasilien Manaus

Anavilhanas

Inselarchipel im Regenwald
Eingebettet in die spektakuläre Natur von Rio Negro und dem tropischen Regenwald befindet sich das grösste Inselarchipel der Welt, die Anavilhanas. Es beginnt rund 60 Kilometer oberhalb der Stadt Manaus und erstreckt sich dann kilometerweit stromaufwärts. Hunderte von Inseln (einige davon sind zur Hochwasserzeit komplett überflutet) gehören zu diesem geschützten Naturreservat, in dem man weder an Land gehen noch fischen darf. Man trifft dort auf eine noch komplett unberührte Pflanzen- und Tierwelt.

Presidente Figueiredo

Wasserfälle für den Präsidenten
Der erst 1984 gegründete Ort «Presidente Figueiredo» ist bekannt für seine Naturbäder und Wasserfälle. Einige von ihnen werden durch die Stromschnellen des Rio Urubu (Geierfluss) gebildet, andere befinden sich mitten im Urwald. Der Santuario ist einer der bekanntesten von ca. 15 Wasserfällen. In den umliegenden Wäldern kann man tagelange Wanderungen unternehmen und zahllose Pflanzen und Tiere bestaunen. Der Ortsname ist eine Hommage an João Baptista de Oliveira Figueiredo, ehemaliger Präsident Brasiliens.

Mercado Municipal Adolpho Lisboa

Farbenfrohes Treiben auf dem Markt
In der Markthalle «Mercado Municipal Adolpho Lisboa» am Hafen findet bis heute der Markt statt. Zu kaufen gibt es neben Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und exotischen Früchten auch Souvenirs oder Handarbeiten und Kunsthandwerk. Die Markthalle wurde nach dem Vorbild der Pariser «Les Halles» gebaut. Die Pläne für ihre Eisengerüste stammen von Gustave Eiffel, importiert wurden sie aus Liverpool. Unter ihren Dächern spielt sich vormittags buntes tropisches Treiben ab. Es lohnt sich, in den frühen Morgenstunden hinzugehen.

Kautschuk

Oder der Baum, der weint
Ein französischer Wissenschaftler brachte als Erster die klebrige, harzhaltige Flüssigkeit des Gummibaums von seiner Reise mit. Die Indianer nennen ihn den Baum der weint «Kao chuk». Kautschuk sollte bald darauf eine industrielle Revolution auslösen. Mit dem Gummiboom kamen Firmen wie Dunlop und Michelin nach Amazonas und Manaus erlebte einen enormen Aufschwung. Es galt um 1900 als die reichste Stadt der Welt. Nachdem aber in Asien die ersten ertragreicheren Kautschukplantagen entstanden, geriet Manaus bald in Vergessenheit.

Brasilien Manaus

Encontro das Aguas

Zweifarbiges Naturphänomen
Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften von Amazonas und Rio Negro kommt es beim Zusammenfluss «Encontro das Aguas» zu einem Naturphänomen. Über 15 Kilometer fliessen der Weisswasser- und der Schwarzwasserfluss nebeneinander im selben Bett. Der weisse Amazonas ist kälter und fliesst schneller, während der schwarze Rio Negro wärmer und langsamer ist. Seine schwarze Farbe erhält er durch den hohen Gehalt an Humin- und Fulvosäuren. Durch die Armut an Nährstoffen und Sauerstoff gibt es im Rio Negro kaum Mückenlarven, somit ist das Risiko an Malaria zu erkranken gering.

www.visitbrasil.com

Hinterlasse einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .