Cuxhaven gilt als Tor zur Nordsee und vereint städtisches Leben unmittelbar mit der Küste: Der Fischereihafen mit seiner aktiven Fischverarbeitung, das Wattenmeer und die Badestrände von Döse und Duhnen liegen direkt vor der Haustür. Das Museum «Windstärke 10» vermittelt die Geschichte von Seefahrt und Rettung auf See, regelmässige Hafenfeste und Märkte sorgen für Leben im öffentlichen Raum.

Die lebendige Küstenstadt Emden, kulturelles Zentrum Ostfrieslands und Geburtsstadt von Otto Waalkes, feiert heuer das 40-jährige Bestehen seiner renommierten Kunsthalle und präsentiert die Ausstellung «Bilder, die wir lieben». Das bedeutende Kunstmuseum mit überregionaler Ausstrahlung ist ebenso einen Ausflug wert wie die Fussgängerzone und vielfältige Gastronomie der Stadt. Wassertouren durch Emdens Kanäle bieten zusätzlich einen anderen Blickwinkel auf die Stadt.

Das charmante Cuxhaven gilt als Tor zur Nordsee. © TMN, Francesco Carovillan

Hafen und Promenade in einem findet man in Norden: «Das Deck» verbindet den Hafen mit dem Erlebnis von Deich, Watt und Nordsee. Die moderne Uferpromenade liegt im Ortsteil Norddeich, welcher auch Ausgangspunkt der Fährverbindungen zu den Inseln Norderney und Juist ist. Die historische Innenstadt von Norden entzückt mit ihrem Marktplatz, den kleinen Läden und Cafés und ergänzt das Küstenidyll um eine gemütliche, urbane Komponente.

Herrliche Handels- und Hansestädte

Wer hanseatische Eleganz sucht, wird in Stade und Lüneburg fündig. Stade, am Unterlauf der Elbe gelegen, beeindruckt mit seinem malerischen alten Hansehafen, umgeben von historischen Bürgerhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Wo vor langer Zeit Schiffe entladen wurden, laden nun Kneipen und Cafés mit Sommerterrassen direkt am Wasser zum Verweilen ein.

Hanseatische Eleganz in Lüneburg. © TMN, Markus Tiemann

In Lüneburg wiederum erzählen schräge Fassaden und üppige Giebel in Backsteingotik die Geschichte der einstigen Salz-Metropole und niedersächsischen Hansestadt. Bei einem Spaziergang auf den Kalkberg eröffnet sich einem ein fabelhafter Blick auf die Altstadt, welche ihren historischen Charme versprüht, der nicht zuletzt durch den prägenden Salzabbau entstanden ist.

Kulturerbe, Kanäle, Kulinarik

Im ostfriesischen Leer laden der historische Museumshafen, die gepflegte Uferpromenade und die Altstadt mit kleinen Gassen und prächtigen Bürgerhäusern zum Schlendern ein. Zu empfehlen ist ein Besuch in den Teestuben und netten Cafés, denn der Tee ist typisch für Leer und die Region. Die ostfriesische Teezeremonie gehört seit 2016 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe – ein Ritual, das man hier besonders authentisch erleben kann. Für einen ausgedehnten Stadtbummel bietet sich Aurich im Herzen Ostfrieslands an. Die gemütliche Kleinstadt besticht durch ihre Kanäle und Wasserläufe. Zu den lebendigsten Städten Nordwestdeutschlands gehört Oldenburg. In der Grünkohl-Metropole herrscht am Stadthafen emsiges Treiben und Binnenhafenatmosphäre. In Greetsiel, dem wohl bekanntesten Fischerdorf Ostfrieslands, dreht sich alles um den kleinen Hafen und die berühmten Zwillingsmühlen. Noch konzentrierter ist die Hafenidylle in Neuharlingersiel – hier ist der malerische Kutterhafen Mittelpunkt des Lebens.

Der Nationalpark Wattenmeer besteht seit 1986. © TMN, Cross Media Redaktion

40 Jahre Nationalpark Wattenmeer

Unter dem Motto «Nationalpark wirkt», feiert der Nationalpark Wattenmeer in Niedersachsen 2026 sein 40-jähriges Bestehen. Das UNESCO-Weltnaturerbe ist eines der bedeutendsten Wattenmeersysteme der Welt. Im Herbst bieten die Zugvogeltage jährlich eines der beeindruckendsten Naturschauspiele Europas, wenn Millionen von Zugvögeln im Wattenmeer rasten, bevor sie ihre lange Reise fortsetzen.

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