Der internationale Bahnverkehr ab der Schweiz wird im Zuge des Fahrplanwechsels im Dezember 2026 ausgebaut. Der nun veröffentlichte Fahrplanentwurf 2027 zeigt zahlreiche Änderungen auf, insbesondere auf Verbindungen nach Italien, Frankreich und Deutschland sowie im Nachtzugverkehr, wie die SBB mitteilt.

Zwischen Zürich und Venedig sind künftig zwei tägliche Direktzüge pro Richtung vorgesehen, statt wie bisher einer. Möglich wird dies, weil eine bestehende Verbindung nach Lugano bis nach Venedig verlängert wird. Im Gegenzug endet der bisherige Zug von Basel via Luzern nach Mailand neu bereits in Lugano. Grund dafür sind fehlende Trassenkapazitäten auf der stark ausgelasteten Nord-Süd-Achse.

Die zusätzlichen Verbindungen nach Venedig werden von Bahnreise-Anbietern begrüsst, da die Strecke bereits heute stark nachgefragt ist. Neben Venedig profitieren auch Städte wie Brescia, Verona oder Padua von der besseren Anbindung.

Der Direktzug von Zürich nach Florenz verkehrt künftig nur noch bis Bologna. In den Sommermonaten wird er dafür bis Rimini verlängert. Damit bleibt eine Direktverbindung an die Adriaküste bestehen, während Florenz weiterhin mit einmaligem Umsteigen in Mailand erreichbar ist.

Auch an der ligurischen Küste wird das Angebot ausgebaut: Die Verbindung von Zürich über Genua nach La Spezia verkehrt neu täglich statt nur saisonal. Dadurch werden Orte wie Rapallo, Sestri Levante oder Monterosso besser erreichbar. Gleichzeitig entfällt die bisherige Wochenendverlängerung bis Livorno.

Nachtzüge werden moderner

Im Nachtzugverkehr setzt sich der Ausbau fort. Auf der Strecke Zürich–Amsterdam kommen ab dem Fahrplanwechsel die neuen Nightjets der ÖBB zum Einsatz. Die neue Generation bietet mehr Komfort und mehr Privatsphäre. Bereits seit Dezember 2025 verkehren die neuen Nightjets nach Hamburg, ab Juni 2026 auch nach Wien.

Auch Richtung Frankreich gibt es Anpassungen. Ab April 2027 sollen wieder drei tägliche TGV-Verbindungen zwischen Lausanne, Genf und Paris verkehren. Zudem plant die SNCF eine neue TER-Verbindung zwischen Genf und Lyon mit kürzerer Fahrzeit und besseren Anschlüssen Richtung Südfrankreich.

Für Pendlerinnen und Pendler zwischen Zürich und Stuttgart werden die IC-Züge auf deutscher Seite mit zusätzlichen Fahrzeitreserven versehen, um die Pünktlichkeit auf der verspätungsanfälligen Strecke zu verbessern.

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