Flughäfen mit hohem Risiko für verpasste Anschlüsse


Nicht jeder Umsteigeflughafen bietet gleich gute Voraussetzungen für einen stressfreien Transfer. Eine aktuelle Analyse des Fluggastrechte-Portals Airhelp zeigt, an welchen Airports Reisende besonders häufig ihren Anschlussflug verpassen – und wo die Chancen auf einen reibungslosen Umstieg am höchsten sind.
Für die Auswertung analysierte das Travel-Tech-Unternehmen interne Daten aus dem Jahr 2025 zu tatsächlich verpassten Anschlussverbindungen. Daraus wurde ein Score zwischen eins und zehn berechnet. Je tiefer der Wert, desto höher das Risiko, den Weiterflug zu verpassen.
Berücksichtigt wurden allerdings nicht Flughäfen weltweit, sondern ausschliesslich in Europa, den USA, Kanada und Brasilien.
Das Resultat fällt überraschend aus: Den schlechtesten Wert im Ranking erzielt nicht etwa ein grosser internationaler Hub wie London oder Paris, sondern der Flughafen Bergamo Orio al Serio in Norditalien. Mit einem Score von 4 gilt er laut Airhelp als jener Flughafen, an dem Reisende am häufigsten ihren Anschlussflug verpassen.
Direkt dahinter folgt der Flughafen Dallas Fort Worth in den USA. Ebenfalls weit oben im Negativ-Ranking liegen mehrere bekannte europäische Drehkreuze. Dazu zählen Frankfurt am Main, Madrid-Barajas, London Stansted, Paris Charles de Gaulle sowie Amsterdam Schiphol, die allesamt tiefe Werte erreichen.
Die besten Chancen auf einen entspannten Umstieg haben Reisende gemäss Airhelp am Flughafen Florianópolis im Süden Brasiliens. Auch der Flughafen der estnischen Hauptstadt Tallinn schneidet in der Analyse besonders gut ab.
Die empfohlenen Umsteigezeiten variieren laut Airhelp je nach Flughafen und Art der Verbindung. Bei Inlandsflügen werden meist 30 bis 60 Minuten empfohlen. Für Umstiege zwischen Inlands- und Auslandsflügen gelten 60 bis 90 Minuten als sinnvoll. Internationale Anschlussflüge sollten dagegen mit bis zu 120 Minuten eingeplant werden.
Wird ein Anschlussflug trotz ausreichender Zeit verpasst, kann sich ein Blick auf die Passagierrechte lohnen. Erfolgt die verpasste Verbindung aufgrund einer Verspätung, müssen Fluggesellschaften innerhalb des Geltungsbereichs der EU-Fluggastrechte – die auch für die Schweiz relevant sind – in vielen Fällen eine Ersatzbeförderung organisieren. Je nach Situation können zusätzlich Hotelübernachtungen, Verpflegung oder sogar Entschädigungen von bis zu 600 Euro vorgesehen sein.
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