Schenna blüht auf
Südtirol im Frühling erleben, entdecken und geniessen: Dafür eignet sich die aussichtsreiche Region oberhalb von Meran perfekt.

Südtirol im Frühling erleben, entdecken und geniessen: Dafür eignet sich die aussichtsreiche Region oberhalb von Meran perfekt.

Wenn in Schenna die ersten warmen Sonnenstrahlen die Landschaft berühren, verwandelt sich Südtirol in ein farbenprächtiges Naturerlebnis. Während die umliegenden Alpengipfel noch winterlich glitzern, entfaltet sich im Tal bereits ein zarter Duft nach Blüten, Kräutern und frisch erwachter Natur. Oberhalb von Meran eröffnet sich ein Panorama, das seine BesucherInnen immer wieder aufs Neue verzaubert: Die Kulisse besteht aus sanften Hügeln, blühenden Apfelhainen, weitläufigen Weinbergen und Almwiesen, die im sattesten Grün leuchten – beste Bedingungen für eine erste Erkundungstour.
Vor dieser Kulisse laden Spaziergänge und Wanderungen zu bewusst erlebten Momenten ein. Sportlich Ambitionierte brechen zu aussichtsreichen Höhenwegen auf und geniessen den Blick über das Meraner Land. Dazu gehört etwa die zweieinhalbstündige Almwanderung im Hirzergebiet: Von der Seilbahn-Bergstation Klammeben geht es über weite Weideflächen und mit imposanter Weitsicht Richtung Hintereggalm, Mahdalm und Rotmoos. Via Tallneralm und Hirzerhütte erreichen Wandernde nach 6,7 Kilometern wieder den Ausgangspunkt. Ebenfalls einen hochgelegenen Ausgangspunkt und eine ähnliche Länge bietet die Tour von der Taser Alm nach Schenna: Ein stetiger Abstieg führt diesmal zu mehreren Höfen, bevor Waldpassagen und der Endspurt durch die lokalen Apfelplantagen folgen. Wer ruhige Wege, weit verstreute Höfe und idyllische Plätze schätzt, wird hier fündig.

Derweil schlendern GeniesserInnen entspannt den historischen Waalwegen entlang. Diese Pfade verlaufen parallel zu traditionellen Bewässerungskanälen, welche die Bauern im Etschtal bereits vor Jahrhunderten angelegt haben. Heute noch führen sie durch eine Landschaft, die jetzt im Frühling mit jedem Schritt lebendiger wird: plätschernde Wasserläufe, Vogelgesang und der intensive Duft der Obstblüte begleiten Wandernde auf jedem Meter. Das gilt zum Beispiel für den Schenner Waalweg, der sich von der spektakulären Masulschlucht oberhalb des Dorfes durch Fichtenwald und Apfelhaine bis ins Naiftal erstreckt. Dabei erhalten Flaneure immer wieder freie Sicht auf den weiten Meraner Talkessel. Unterhalb von Schenna verläuft der Maiser Waalweg. Er ist am Ufer der Passer zu finden und bringt SpaziergängerInnen durch Wiesen bis ins Nachbardorf Saltaus.
Für alle, die das Gebiet lieber auf zwei Rädern erkunden, bietet Schenna ideale Bedingungen zum E-Biken. Mit sanfter elektrischer Unterstützung geht es durch Weinberge und über Almwege hin zu weiteren urigen Hütten, traditionellen Bauernhöfen und herrlichen Aussichts punkten. Unterwegs warten immer wieder kulinarische Höhepunkte. Das Angebot der GastgeberInnen unterwegs reicht dabei von hausgemachtem Apfelstrudel über typisches Südtiroler «Speckbrettl» bis hin zu regionalen Weinen, die direkt bei den ErzeugerInnen verkostet werden können. Und neue Energie tanken bei der Rast nicht nur die FahrerInnen, sondern auch die Akkus: E-Bike-Ladestationen gibt es etwa beim Berggasthof Videgg, beim Haashof oder beim «Hiaslbauer».

Eine lange, aber einfache Radtour mit wenig Höhenunterschied ist der Passeiertal-Weg. Über Naturstrassen geht es von Meran über 19,5 Kilometer bis in den Hauptort St. Leonhard. Der Elisabethenpark, die Römerbrücke und das Ufer der Passer sorgen dabei immer wieder für Hingucker am Wegesrand. Deutlich kürzer, dafür mit einem knackigen Aufstieg verbunden ist die zweieinhalb Kilometer lange Assenhütte-Tour. Sie beginnt im Weiler Videgg und überwindet danach 266 Höhenmeter. Naturstrassen und Forstwege bringen BikerInnen hinauf zu den Hochweiden der Hütte. Hier können sie auf einer gemütlichen, grossen Terrasse verweilen und den Blick auf Meran und Umgebung geniessen, während auf der anderen Seite schroffe Felswände aufragen.
Auch abseits der Wege pulsiert in der Südtiroler Destination das Leben. Wenn das Dorf unter dem Motto «Schenna blüht auf» von Ende März bis Ende Mai 2026 in Frühlingsstimmung versetzt wird, verschmelzen Natur, Kultur und Genuss zu einem farbenfrohen Erlebnis. Einen frischen Start in den Lenz bietet zum Auftakt das alkoholfreie Festival mit kreativen Drinks, lässigen Beats und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Die Matinée im Schloss Goyen bietet derweil ein stilvolles Erlebnis, bei dem Musik und historisches Ambiente harmonisch zusammentreffen: Im mittelalterlichen Burghof stehen für einmal exklusive Frühlingsleckerbissen auf dem Programm, seien es nun kleine Häppchen oder spritzige Getränke. Während den grünen Genusswochen «Frisch.Frech. Frühling» stehen dann ab dem 12. April saisonale Zutaten und die Vielfalt regionaler Produzenten im Mittelpunkt. Knackige Salate bekommen so gleichermassen eine Bühne wie kreative Interpretationen regionaler Spezialitäten. Für ausgelassene Stimmung sorgt zudem der «Aperitivo Lungo» im Schloss Schenna.

Ein weiteres Event-Highlight ist das legendäre Gin-Festival «Cause I’m G&T»: Bei der vierten Ausgabe vom 2. Mai sind wiederum feine Destillate, gute Musik und «Flairtender»-Shows angesagt. Auch dafür versammeln sich die besten Südtiroler Produzenten in den historischen Räumlichkeiten von Schloss Schenna. Aber ob nun beim Festival, bei der Schloss-Matinée, bei den grünen Genusswochen oder beim «Aperitivo Lungo» mit DJ-Beats – in dieser Destination steht jeder Moment im Zeichen von Lebensfreude und Leichtigkeit. Fazit: Schenna ist im Frühling ein Ort für alle Sinne, zum Staunen, Schmecken, Erleben und Entschleunigen. Wer durch blühende Wiesen wandert, über die Waalwege schlendert oder genüsslich durchs Dorf radelt, spürt, wie der Winter von der Sonne verdrängt wird – und mit jedem Schritt ein Stück Glück zurückkehrt.
