Der Kanton Bern gehört zu den vielfältigsten Regionen der Schweiz. Ein riesiges Plus im Sinne des Riechens, denn wir Menschen handeln der Nase nach, meist unbewusst. Fakt ist: der Geruchssinn ist der unmittelbarste der menschlichen Sinne und eng mit unseren Gefühlen und Erinnerungen verbunden. Von der zum UNESCO-geschützen Hauptstadt zum Emmental bis ins Seeland – der Kanton bietet Reiseziele für jeden Geschmack.

Über 800 glitzernde Seen, die Aare, der längste gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluss, das weltbekannte Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau, gelebte Traditionen und riechbares Brauchtum. Apropos, nirgendwo sonst in der Schweiz wird so fleissig gebraut wie in Bern. Es blubbert und gärt an allen Ecken in den 176 registrierten Brauereien und Mikrobrauereinen. Der Duft nach geschmolzenem Käse liegt im Kanton Bern an 365 Tagen in der Luft. Wer das Aussergewöhnliche sucht, der reist ins Fondueland Gstaad, dort stehen für den Fondueverzehr drei überdimensionale Caquelons bereit.

© Switzerland Tourism/Markus Buehler

Die Aare – Der coolste Fluss der Welt

Hop-on-Hop-off-Bus. Wozu? Mit einem Schwumm alle Sehenswürdigkeiten auf dem Rücken liegend und sich treiben lassend erleben. Im oder auf der Aare geht’s vorbei am Tierpark, dann wird der Blick frei auf das beeindruckende Bundeshaus bevor kurz darauf das Berner Münster auftaucht und den Abschluss der Stadtführung zu Wasser bildet der BärenPark.

Die einheimische Parfumeurin Brigitte Witschi hat den Duft des Lieblingsflusses der Berner in einem Eau de Parfum namens «aarewasser» eingefangen. Grüner Tee und weisse Blüten umrahmt von einer ozonigen Frische widergeben das Kühle und die sanfte Bewegung des Berner Flusses.

Ein Mix aus Vodka, Blue Curaçao, Rose’s Lime, Soda und eine geheime Zutat. Die Aare ist so berauschend, dass ihr sogar ein eigener Drink gewidmet ist. Er strahlt in türkisblauer Farbe und wird im Art Café in der Gurtengasse serviert.

Berner schreiben süsse Geschichte(n)

1904 erobert die Ovomaltine den Markt. Heute liebt jedes Schweizer Kind seine morgendliche «Ovi». Ursprünglich ein Malzextrakt gegen Mangelernährung, kreiert in einem Labor der Berner Altstadt von Vater und Sohn, zwei visionären Chemikern und Apothekern; Georg und Albert Wander. Inzwischen reicht die Ovomaltine-Produktepalette vom Brotaufstrich über Snacks bis zum Müesli. Der Werbeslogan «Mit Ovomaltine kannst du’s nicht besser. Aber länger.» ist der bekannteste Slogan aller Marken in der Schweiz.

1908 wird ein schokoladiger Weltstar kreiert: Theodor Tobler und Emil Baumann erfinden die einzigartige Schokolade Toblerone in der typisch prismatischen Form. Der Name ist eine Zusammensetzung von «Tobler» und «Torrone», dem italienischen Namen für Honig-Mandel-Nougat.

Wenn wir heute von «Globalen Marken» sprechen, gehört Toblerone zweifelsfrei dazu. Die weltweit einzige Tobleronefabrik ist in Bern. Dieses echte Stück Schweizer Traditionsschokolade wird in 122 Ländern rund um den Globus verkauft.

1910 gründet Oscar Kambly die Firma Kambly in Trubschachen. Butter, Eier und Mehl sind die Hauptzutaten der dünnen Kambly-Bretzeli. Diese «Güezi» aus dem Emmental und die Marke Kambly gehören seit über 100 Jahren zu den beliebtesten der Schweiz. Niemand exportiert mehr süsses Gebäck in über 50 Länder auf allen 5 Kontinenten.

1942, mitten im Zweiten Weltkrieg war Kakao Mangelware. So kreierte der Berner Chocolatier, Camille Bloch den ersten Praliné-Riegel der Schweiz aus einer Masse aus gemahlenen und ganzen Nüssen umhüllt mit feinster Schokolade. Bis heute wird Ragusa nach dem gleichen Rezept der gleichen Familie hergestellt. In Courtelary befindet sich das Paradies für grosse und kleine Schokoladenliebhaber, das Besucherzentrum CHEZ Camille Bloch. Eine Erlebniswelt mit Atelier, Bistrot, Spielplatz und Shop.

Ein weiterer Treffpunkt für Schokoladenliebhaber findet sich in Interlaken. Im Funky Chocolate Club werden die Geheimnisse der Schweizer Schokolade mit Reisenden aus der ganzen Welt geteilt.

Das Schlussbouquet des süssen Streifzugs durch den Kanton Bern bildet ein trockenes Feingebäck, bestehend aus reinem Zucker und Eiweiss; die Meringues aus Meiringen.

© Reto Duriet

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